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Was war früher?

Die Theatergruppe besteht seit 1979. Freilich wurde in Deuchelried auch schon lange vorher fleißig Theater gespielt.

 

Auf einem alten Foto von 1910 sind schon Akteure abgelichtet worden. Zwischen den Weltkriegen hatte Marzell Sigg die Leitung einer Theaterspielgruppe, die zwar nicht regelmäßig, aber mit Ernst und Begeisterung spielte.

 

Die erste eigenständige Theatergruppe wurde gleich nach dem 2. Weltkrieg gegründet. Diese war maßgeblich geprägt durch die Familien Sigg und Biggel. Etwas wunderlich war allerdings die damalige Programmgestaltung.

 

Nach einem ernsten Theaterstück (zum "Plären") wurden die Zuschauer erst nach einem weiteren heiteren Stück ("zum Trösten") meist weit nach Mitternacht nach Hause geschickt. Auch die Lokalität in der zugigen alten Kegelhalle war der damaligen kargen Zeit angepasst. Damit es in der Spielstätte warm wurde, war man auf "Feuerholzstiftungen" der Spieler angewiesen.

 

Die Leitung hatte damals schon Sepp Biggel, unter dessen Führung der nahtlose Übergang an die nächste Generation gelang. Durchsetzt von schöpferischen Pausen wurde bis Ende der 60er Jahre in unterschiedlichen Zusammensetzungen unter Leitung von Bruno Sigg inzwischen im Gasthof "Adler" später im Gasthof "Hirsch" Theater gespielt.

 

Nach langjähriger Abstinenz meldete sich dann Ende der siebziger Jahre wieder  das Theaterblut in den Adern von Sepp Biggel senior und inzwischen auch Sepp junior.

 

 

So wurde mit einer Gruppe begeisterter wie auch begabter Spielerinnen und Spieler die heutige Theatergruppe ins Leben gerufen.

 

In den ersten Jahren standen jeweils nach Weihnachten unter großartiger Publikumsresonanz Stücke wie "Die zwei Gusseisernen", "Die falsche Katz" oder "St. Pauli in St. Peter" im "Hirsch-Saal" auf dem Spielplan.

 

Leider verstarb Spielleiter Sepp Biggel sen. viel zu früh während der Proben für "Die drei Eisbären" 1983. Im folgenden Jahr konnte dieses Stück dann unter der neuen Leitung von Sepp Biggel jun. aufgeführt werden. Erfolgsverwöhnt vergingen die Jahre mit stets ausverkauften Vorstellungen.

 

In den 90er Jahren wurde zur "Schonung" der Spieler, aber auch zur Einstudierung anspruchsvollerer Stücke ein 2jähriger Spielrhythmus eingeführt. Der Zuspruch der Zuschauer und die Begeisterung der Spieler lässt uns hoffen, noch lange nicht vom ansteckenden Theatervirus geheilt zu werden.