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Nichts als Folgekosten beim DGH

21.10.2013

Theaterverein Deuchelried und Musikkapelle begeistern mit Sketchdarbietungen und Musik

 

Von Jürgen Woidschützke

DEUCHELRIED - Unter dem Titel Kulturiges hatten die Musikkapelle Deuchelried und der Theaterverein am Wochenende ins Dorfgemeinschaftshaus (DGH) eingeladen. Geboten wurde Kultur und Uriges wie man es sonst selten erlebt. Der Abend war gezeichnet durch Theatersketche, die im Wechsel mit Musikstücken aufgeführt wurden.

 

Sketche aus dem alltäglichen Leben und alltäglichen Katastrophen, aber auch Sketche, die direkt mit dem kulturigen Abend in Verbindung standen, wurden aufgeführt. Hochkultur heißt der Titel eines Sketches: Während der Mann Walter (Rainer Weindorf) am Tisch sitzt und Zeitung liest, sucht seine Frau (Yvonne Kling) ein Kleid aus, das sie für den Abend im DGH zum Kulturigen anziehen kann. Ihr Mann interessiert sich nicht großartig dafür, weil er nicht zu diesem Abend möchte.

 

„Die roten Wände im DGH haben einfach die falsche Farbe. Ich habe nichts zum anziehen, was zu den Wänden passt“, jammert sie und beschließt am Montag sofort zum Einkaufen gehenzumüssen. Ihr Mann Walter ist ärgerlich: „Nichts als Folgekosten hat man von diesem DGH, und von denen will die Stadt Wangen garantiert nichts wissen. “In einem anderen Sketch geht es um ein Ehepaar, das nachts im Ehebett liegt, die Frau nicht schlafen kann und ihren Mann weckt. Urkomisch wird ein Bett an eine Wand auf der Bühne installiert und lässt das Publikum so von oben auf das Bett schauen. Nach der Pause stehen die Küchenbolzen auf dem Plan.

 

Die Küchenchefin Margit Müller beschwert sich beim Publikum, dass es bei den Häppchen, die in der Pause angeboten wurden, zu viel Soße auf den Tellern gelassen hätte. „Das ist schade um die gute Soße. Jeder von Ihnen bekommt jetzt gratis ein Stück Brot und kann dann in der Küche seinen Teller noch richtig sauber machen.

 

“Durchgehend stimmig Die Lachmuskeln des Publikums waren den gesamten Abend über gefragt. Das Programm war durchgehend stimmig, da viele Sketche an andere anknüpften und wieder einen Bogen zurückspannten. Marzell Biggel sang in G’stanzeltes“ über Deuchelrieder und Wangener Verhältnisse, ließ dabei die Loipe, das DGH und die Ortschaftratssitzungen nicht aus. „Volksbank, Vidal, Post und der Bäck, alle sind sie auf oimol weg, Edeka und Metzgerei – weg’s jedem Scheiß musch auf Wangen nei.“ Sophia Vey und Vera Schwerdle bezauberten mit ihren klangvollen und klaren Stimmen das Publikum mit den Songs „Halleluja“ und „Run“.

 

Begleitet wurden sie dabei von einer Bandbesetzung der Musikkapelle inklusive Cello. Auch eine Tuba-Quartettbesetzung der Musikkapelle und eine Polkagruppe mit den Alphornsolisten Winfried Geier und Karl Nägele sorgten für musikalische Glanzlichter und rundeten den beeindruckenden, humorvollen, kulturigen und musikalischen Abend ab.

 

Foto: Sketche aus dem alltäglichen Leben wurden am Wochenende im DGH präsentiert. Hier liegen Mann (Sepp Biggel) und Frau (Andrea Syska) im Bett und diskutieren über das Programm beim „Kulturigen“.